KStA Köln-Porz, Ausgabe 02.2018

Interview mit Andreas Hertel, Alt-Poller Wirtshaus, Poll

 

Kolumne in Kölner Stadt Anzeiger

Mein Sessionshit: „För die Liebe nit“, Lupo

Aufräumtage nach Karneval: 1, fürs Fischessen muss alles wieder fertig sein.

Was mich an Karneval stört: Schlechtes Wetter, dann fällt das „von Kneipe zu Kneipe ziehen“ aus und die Poller verpassen, was wir zu bieten haben.

Geschätzte Zahl der Bützjer in meiner Kneipe pro Abend: 30

Welches Kostüm ich nicht mehr sehen muss: Polizisten und SWAT-Teams

 

„Das schönste ist, wenn sich Menschen hier wohl fühlen!“

 

„Bei uns gibt es richtigen Drink-doch-ene-mit-Karneval“ sagt Andreas Hertel, Wirt im Alt-Poller Wirtshaus an der Poller Hauptstraße 28. Als er vor 10 Jahren die Kneipe übernahm, gab es dort schon lange keine Karnevalstradition mehr. „So mussten wir bei Null anfangen, konnten unseren Karneval aber so gestalten wie wir wollten“, erinnert sich der Wirt. Als DJ mischt Hertels Ehefrau traditionelle Karnevalsmusik mit der von neuen Bands und nimmt Musikwünsche von Gästen an. „Das schönste ist für uns, wenn sich die Menschen hier sofort wohl fühlen“, nennt Hertel sein Ziel. Rund 1.000 Liter Kölsch werden zusätzlich bestellt – denn einmal hätte der Vorrat fast nicht gereicht: „An einem Karnevalssonntag mussten wir abends das letzte Fass anschlagen und ich habe die ganze Nacht und den Morgen des Rosenmontags damit verbracht, weiteres Bier zu organisieren“. Hertels persönlicher Karnevalshöhepunkt ist „unsere Nubbelverbrennung in der Nacht zum Mittwoch – samt Predigt und Klagezug durchs Veedel“. Die Veranstaltung im Biergarten ist inzwischen so beliebt, dass ein Teil der Gäste von der Straße aus zuschauen muss. Bis dahin trohnt der Nubbel im Wirtshaus und nimmt alle Schuld auf sich.

 

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heinzel5apw

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